Steinbach gelingt höchster Saisonsieg
Vor 737 Zuschauern gewinnt der TSV Steinbach Haiger mit 6:0 gegen den TSV Schott Mainz.


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Spielbericht
Wenige Sekunden waren gespielt, da eroberte Gwang-In Lee den Ball von Torwart Jan Schulz und traf zum 1:0 für den TSV Steinbach Haiger. Die Hausherren versuchten direkt nachzulegen, doch Jonas Singer scheiterte am Keeper (7.). In der 17. Minute bediente Jonas Singer den Steinbacher Kapitän Nick Galle. Der Linksverteidiger tauchte frei vor dem Schlussmann auf, konnte diesen jedoch nicht überwinden. Eine Offensivaktion später führte Eros Dacaj eine Ecke mit so viel Zug zum zweiten Pfosten aus, dass Julian Etse das Leder nur noch gegen den Pfosten lenken konnte. Weiterhin kam nur die Heimelf zu Großchancen, doch auch Gwang-In Lee scheitere nach Pass von Tim Kircher am Keeper (27.). 60 Sekunden später flankte Nick Galle scharf in den Strafraum, wo Alexander Rimoldi das Leder zum 2:0 ins eigene Tor lenkte. In der 29. Minute waren Marvin Mika und Jonas Singer frei durch. Mika legte quer, doch Singer brachte den Ball nicht im Tor unter. Kurz vor der Pause tauchte Innenverteidiger Julian Etse nach einem Doppelpass vor dem Torwart auf, aber auch diesmal war Schulz zur Stelle, der nach seinem Patzer in der ersten Minute bereits mehrfach glänzend parierte.
Die zweite Hälfte
Das Spiel begann erst wieder mit rund 20 Minuten Verspätung, da es einen medizinischen Notfall auf der Haupttribüne des SIBRE-SPORTZENTRUM HAARWASEN in Haiger gab. Erst nach Einsatz von DRK, Notarzt und Ordnungsdienst konnte das Spiel fortgesetzt werden. Der TSV Steinbach Haiger bedankt sich ausdrücklich bei allen Helfern und drückt seinem Fan fest die Daumen für eine rasche und vollständige Genesung. Trotz der Verzögerung, starteten die Mannen aus dem nördlichen Lahn-Dill-Kreis erneut stark, doch Gwang-In Lee schoss den Ball über die Latte (48.). In der 51. Minute zielte Jonas Singer aus knapp 16 Metern zu hoch. Es ging mit Steinbacher Chancen weiter, aber auch Leon Wirtz brachte das Leder nicht im Tor unter (52.). 120 Sekunden später schoss Etienne Portmann einen Freistoß an den Außenpfosten. Im Gegenzug vergab Gwang-In Lee die nächste Großchance zur Vorentscheidung. Mainz schien nun dagegen halten zu wollen, doch Etienne Portmann konnte eine Hereingabe von Jost Mairose nicht im Tor unterbringen (56.). In der 65. Minute gelang den Steinbachern dann die Vorentscheidung. Gwang-In Lee bediente Marvin Mika, der freistehend zum 3:0 traf. Nun ging es Schlag auf Schlag, denn Gwang-In Lee eroberte den Ball vom letzten Verteidiger, machte einen Bogen um den Keeper und traf zum 4:0 (67.). In der 70. Minute hatte der TSV Steinbach Haiger die zweite Chance eine Ecke direkt zu verwandeln, doch die Mainzer klärten gerade noch auf der Linie gegen Serkan Firat. Zwischen der 78. und 81. Minute vergaben die Hausherren gleich drei gute Möglichkeiten durch Kevin Gleißner (78.), Gwang-In Lee (79.) und Tim Kircher (81.). In der 83. Minute fiel dann doch noch das 5:0 nach einem Doppelpass von Jonas Singer und Kevin Gleißner. Der Linksaußen traf eiskalt. Den Schlusspunkt setzte dann der Solmser Kevin Gleißner in der 89. Minute. Die Hausherren waren mit vier Offensiven auf einen letzten Verteidiger zugelaufen. Zwar hielt der Keeper noch den ersten Schuss, doch dann legte Jonas Singer quer und Kevin Gleißner traf problemlos zum 6:0-Endstand.
Fazit
Das 6:0 war nicht nur der erste Treffer von Kevin Gleißner für den TSV Steinbach Haiger, es war zudem der höchste Saisonsieg der Mittelhessen, sowie das erste Pflichtspiel ohne Gegentreffer seit dem 29.11.2025. In der engen Regionalliga Südwest, nur elf Punkte trennen Platz 3 und Rang 14, liegt man nach vier Siegen aus den vergangen fünf Spielen nur noch drei Zähler hinter dem FSV Frankfurt (3.), der am Sonntag Gegner des TSV am Bornheimer Hang ist.
Der TSV Schott Mainz teilt sich nach dieser Niederlage den Platz der schlechtesten Defensive mit der TSG Balingen (jeweils 77 Gegentore). Der Klassenerhalt scheint nahezu unmöglich zu sein, weshalb die Konzentration in Mainz auf dem Landespokalfinale gegen den FK Pirmasens liegen dürfte.

📸 Björn Franz Photography